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RC Bern

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Der Rotary-Club Bern wandert von Schloss zu Schloss

Dienstag, den 10. August, fanden sich um 14.30 Uhr, bei strahlendem Sonnenschein, 20 Rotarier und zwei Hunde am Bahnhof Worb RBS ein. Vorerst ging es per Bus (gesponsert von Gian-Willi Vonesch) auf den Ballenbühl, oberhalb Schloss Ursellen. Imihubel, das Ziel früherer Rotaryausflüge, zollte man den nötigen Respekt indem es von allen Teilnehmenden mit oder ohne Fernglas von Fernem gegrüsst wurde.
Ohne Fleiss kein Preis. Deshalb wurde jetzt die Strecke nachSchlosswil unter die Füsse genommen.

Unter Führung von Arthur Aeschlimann ging es vorerst in der heissen Sonne über Feldwegen, später durch den kühlen Waldd dem ersten Ziel entgegen. Die Wanderer verloren gelangten so – je nach Ehrgeiz und Durst – 45 bis 60 Minuten später in den schönen Garten des Schlösschen Schlosswil, wo sie mit Erfrischungen empfangen wurden.

Ursprünglich auf das 12. Oder 13. Jahrhundert zurückgehend, wurden die Gebäude mit den bis zu 3 Metern dicken Mauern 1546 von Niklaus von Wattenwil erstellt. Unser Roger wollte davon aber nichts mehr wissen, ging doch das Schloss 1812 in den Besitz der Stadt und später des Kantons Bern über. Heute ist es immer noch Kreisgericht und im Gerichtssaal erläuterte uns Arthur, wie er seine ersten juristischen Gehversuche hier erleben durfte.

Und dann galt es die längste Strecke, hinunter nach Worb, in Angriff zu nehmen. Nachdem die Asphaltstrasse und die Kreuzung der Schnellstrasse nach Grosshöchstetten glücklich überstanden waren, führte uns Arthur in den kühlen Wald und später buchstäblich über Wiesen und Felder hinunter zum Schloss Worb. Ein Bijou mit schönsten Blumengarten vor dem Schlosstor, das eigentlich aber gar kein Schloss, sondern eine Burg ist, wie uns die freundliche Schlossherrin, Frau Eva Seelhofer, und ihre sympathische Tochter Barbara uns erzählten.

Sie gehört wohl zu den ältesten Steinhäusern in unserer Region wurde bereits 45 Jahre vor der Gründung des alten Berns in alten Schriften erwähnt. Es muss zugegeben werden, dass sich die Wanderer bei der Ankunft vorerst weniger für die Geschichte als vielmehr für den schönen Innenhof der Burg interessierten, wo wiederum kühler Wein und Lokalbier im Brunnentrog bereitgestellt waren. Auch schönste Aufschnitt- und Käseplatten waren zum Empfang bereit gestellt.
Inzwischen hatte sich die Schar merklich vergrössert und bald zeigten nur die Schuhe an, wer gewandert war und wer gearbeitet hatte an diesem herrlichen Nachmittag. Schön war es, für einmal auch Frau Silvia Jutzi bei uns zu haben. Inzwischen gestärkt und retabliert, bot sich die seltene Möglichkeit, den historischen Teil des Schlosses und seine Sammlung zu bestaunen. Von den oberen Etagen aus war die Brauerei des Ortes gut zu sehen, und sie mahnte zum Aufbruch. Wir verabschiedeten uns schweren Herzens aber standesgemäss, mit einem Dank durch unseren Präsidenten Peter Ziegler, von der Schlossherrin und ihrer Familie und machten uns auf den Weg hinunter ins Dorf.

Nach dem steilen Abstieg schien das Zwickelbier durchaus standesgemäss und es war in der Tat auch mundig. Im Restaurant Brauerei war zum Nachtessen festlich gedeckt. Ob Buurehamme oder Cordon Bleu, beides schmeckte sehr gut. Wir waren wohl durch die Sonne etwas ausgetrocknet, denn manch ein Gläschen wurde noch getrunken bis die Ersten zum Aufbruch mahnten und sich mehr oder weniger freiwillig auf das blaue oder rote Bähnli aufmachten.

Ein rundum gelungener Anlass, wie Alfred Roulier spontan zum Ausdruck brachte, für den wir Peter Ziegler und dem neuen Komitee und unserem Wanderführer Arthur herzlich danken und späteren Komitees zur Nachahmung wärmstens empfehlen.
Daniel Biedermann

Rotary District 1990 - Bern - Dernier update: 08.09.2010 00:19:40